PERSONAL. Licht und Schatten.

Ich könnte jetzt hier hochgradig philosophisch werden und ausschweifen. Aber immer wenn ich das tue wird das falsch verstanden. Die Leute denken dann, dass mich dieses etwas dann so sehr beschäftigt und ich mir Sorgen mache, was auch ab und an der Fall ist, aber eben nicht so doll, wie die Leute das hinein interpretieren. Ich habe in letzter Zeit oft ähnliche Unterhaltungen geführt. Einige verstehen was ich meine, andere wieder nicht. Die Zeit nach dem Studium. Die Zeit, in der man nicht weiß was auf einen zu kommt und vor allem die Zeit, in der alles so ungewiss ist, man sozusagen Niederlagen wegstecken und trotzdem nach vorn sehen muss. Ich habe ein geisteswissenschaftliches Fach studiert und kann die Frage "Und was machst du dann/jetzt damit?" nach sieben Jahren nicht mehr nur hören, ich würde am liebsten denjenigen auf die Schuhe brechen, die mir diese Fragen immer noch stellen. Stattdessen leihere ich meine Sätze herunter, die ich seit ein paar Jahren denjenigen sage, die eben nicht genau verstehen was es mit den Geisteswissenschaften auf sich hat. Fairerweise muss ich dazu sagen, dass es da auch wieder unterschiedliche Kategorien gibt. Die Leute, die es nicht verstehen, weil es ihnen so fremd ist. Wie die Großeltern oder Menschen, die nicht studiert haben. Die kennen sich damit nicht aus und das ist okay. Aber es gibt noch diese Sorte Mensch, die ihrer Meinung nach etwas "Richtiges" studiert hat und diese Frage nach dem beruflichen Werdegang fast schon abfällig stellt. Denen möchte ich dann auf die Schuhe brechen. Und in die Tasche. Was ich aber eigentlich sagen möchte: es geht mir zur Zeit gut und das habe ich vor allem meiner Einstellung zu verdanken. Ein Vorsatz für 2015 (oder sogar 2014?) war, dass ich nicht mehr so viel jammern möchte. Jammern bringt nichts, das ändert nichts an der Situation. Und wenn ich jammerm möchte, mache ich das auch kurz (!), aber dann überlege ich was ich ändern könnte, damit ich nicht mehr jammern muss. Ich bin zufrieden mit mir, denn ich habe das Gefühl, dass ich diese Einstellung vor allem in den letzen paar Monaten gut umgesetzt habe. Ich bekomme Absagen, also muss ich weitere Bewerbungen schreiben. Ich habe eine Stelle als freie Mitarbeiterin, die mir irgendwie vom Aufgabenfeld nicht ausreicht, also muss ich wieder anfangen mit Bewerbungen schreiben. Das Geld wird knapp, weil ich als freie Mitarbeiterin eben nicht immer gebraucht werde, dann muss ich etwas sparen und irgendwann werde ich halt doch wieder gebraucht. Ich fand das früher immer etwas Quatsch, diese übermäßig positiven Einstellungen oder es kommt, wie es kommen soll. Aber irgendwie glaub ich doch langsam daran. Natürlich geht es mir auch mal nicht so gut, weil ich Ängste und Zweifel habe, weil ich nicht weiß was als nächstes kommt. Die kommen auch immer mal wieder und dürfen auch da sein, aber sie dürfen nicht überwiegen. Denn wie gesagt: jammern bringt nichts. Einfach machen. Tschakka! Wie Kathrin sagen würde. :)

1 Kommentar :

  1. Die Bilder sind so super schön. Ich liebe es auch, wenn ein einzelner Lichtstrahl durch meine Vorhänge fällt und mein Bett wie verzaubert. Ich kenne es übrigens, wenn Leute direkt gleich wieder einen Weltuntergang interpretieren, obwohl man einfach mal gerade nur ein kleines Down hat. Das hat jeder, das muss man loswerden, teilen - ich will es aufschreiben. Dann kommen schnell wieder Mitleidsbekundungen oder Hilfsangebote, dabei will man es einfach nur mal runterschreiben, loswerden und dann ist im Prinzip auch schon wieder gut.

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